Bericht aus Brüssel
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Nach der von Verkehrskommissar Tzitzikostas am 1. Dezember 2025 in Aussicht gestellten möglichen Aufweichung des Verbrenneraus steigt die Aufmerksamkeit rund um das kommende Automotive Package. Dieses soll am 16. Dezember 2025 in abgespeckter Form im College der Kommissare verabschiedet werden. Auf der Agenda: der Battery Booster – aus Sicht der Batteriewertschöpfungskette ein zentraler Hebel, um Investitionen, Skalierung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu sichern.
Im Vorlauf trafen sich am 10. Dezember 2025 Vertreter aus Regionen und Industrie im Rahmen der Committee of Regions Automotive Intergroup (CoRAI) – diesmal mit Schwerpunkt autonomes Fahren. Für uns besonders interessant, da autonome Fahrzeuge nicht vor der Haustür an der Bordsteinkante parken müssen, um zu laden und dies interessante Perspektiven für den Netzausbau eröffnet. Die Diskussion machte klar: Autarkie und globale Wettbewerbsfähigkeit brauchen neben Regeln auch Infrastruktur und Systemfähigkeit. Genannt wurden u. a. Kontrollzentren (ähnlich dem Bahnsektor), flächige 5G/6G-Abdeckung sowie digitale Zwillinge der Verkehrswege. Als Referenz dienten San Francisco und Wuhan, wo nach rund einem Jahr regulatorischer Grundlagen bereits 250.000 bezahlte Robotaxi-Fahrten pro Woche möglich wurden. Auf Basis der Diskussion wird ein CoRAI-Regulierungsvorschlag an die EU-Kommission Anfang 2026 erwartet.
Am 18. Dezember kommen zudem die Vertreter der Automotive Regions Alliance für ein Arbeitstreffen zusammen – das Automotive Package steht dort ebenfalls auf der Tagesordnung. Wir blicken gespannt auf beide Termine, insbesondere auf den Battery Booster, und berichten im Januar ausführlicher.



