Bild: TraWeBa
Wie lassen sich Wiederverwendung, Reparatur, Aufarbeitung und Recycling von Batterien systematisch stärken? Mit dieser Frage befasste sich der Workshop „R-Strategien für Batterien“ am 16. September 2026 in Berlin. Ausgerichtet haben ihn TraWeBa – vertreten durch die Konsortialpartner ACOD und Circular Valley – gemeinsam mit der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und der Technischen Universität Berlin.
Nicht Vortragsprogramm, sondern Arbeit an konkreten Vorhaben
Im Haus 89 der BAM, Unter den Eichen 44–46, kamen 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Forschung und Netzwerken zusammen. Sie alle hatten bereits bei der Anmeldung eigene Fragestellungen, Herausforderungen und Projektideen eingereicht – diese Einreichungen bildeten den Ausgangspunkt der Arbeitssessions. Das Format war bewusst klein gehalten: nicht Vortragsprogramm, sondern gemeinsame Arbeit an konkreten Vorhaben.
Den fachlichen Auftakt gab Dr. Anita Schmidt mit einer Keynote zu den aktuellen Entwicklungen rund um R-Strategien. Ihre Impulse setzten den Rahmen für die Diskussionen des Tages.
Drei Themenfelder: Digitalisierung, Repair & Reuse, Testing
Diskutiert wurden unter anderem die Verfügbarkeit und Transparenz von Lebenszyklus- und Batteriedaten sowie die Nutzung digitaler Informationen für zirkuläre Geschäftsmodelle. Im Feld Repair & Reuse ging es um die Anforderungen an Reparatur und Wiederverwendung und um die offenen Fragen zu Standardisierung, Sicherheit, Zertifizierung und Haftung. Der Testing-Block richtete den Blick auf die Bewertung von Batteriezuständen, die Zugänglichkeit von Betriebs- und Zustandsdaten und auf geeignete Prüfverfahren für Batterien im weiteren Lebenszyklus.
Rundgang durch die Testinfrastruktur der BAM
Ein besonderer Bestandteil des Tages waren die geführten Rundgänge durch die Forschungs- und Testinfrastruktur der BAM. Die Teilnehmenden erhielten Einblick in den Zyklisierer- und Zelltestbereich und lernten ausgewählte Prüf- und Testverfahren unmittelbar vor Ort kennen.
Ebenso wichtig wie das Programm war der Austausch daneben. Viele Teilnehmende hatten im Vorfeld angegeben, vor allem wegen der Kontakte zu kommen – und meldeten im Nachgang zurück, dass sich das gelohnt hat. Genau dafür war der Tag angelegt: Industrie, Forschung und Netzwerke an einem Ort, mit genug Zeit zwischen den Sessions.
Wie es weitergeht
Der Workshop machte deutlich, dass die Umsetzung von R-Strategien das Zusammenspiel unterschiedlicher Kompetenzen entlang des gesamten Batterie-Lebenszyklus erfordert. Der offene Austausch zwischen Industrie, Forschung und Netzwerken schafft die Voraussetzungen dafür, gemeinsame Fragestellungen zu konkretisieren, Kooperationen anzustoßen und mögliche Forschungs- und Verbundprojekte weiterzuentwickeln.
TraWeBa dankt allen Teilnehmenden für die engagierte Diskussion und die eingebrachten Perspektiven. Die identifizierten Fragestellungen und Themenfelder bilden die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit – und für konkrete Ansätze, R-Strategien in der Batterie-Wertschöpfungskette in die Umsetzung zu bringen.



