Batterie-Recycling & Rückgewinnung kritischer Rohstoffe: Impulse und Innovationen für den Wandel zur Kreislaufwirtschaft

TraWeBa Vernetzungsevent

Bild © Dr. José Diez-Rodríguez

Am 29. Juli 2025 öffnete die Karlsruher Forschungsfabrik ihre Türen für das Vernetzungsevent: Batterie-Recycling & Rückgewinnung kritischer Rohstoffe. Organisiert im Rahmen des TraWeBa-Hubs von Circular Valley in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie dem Start-up Circu Li-ion brachte die Veranstaltung führende Akteure aus Forschung, Industrie und Start-up-Szene zusammen.

Fokus auf zirkuläre Wertschöpfung

Das Event widmete sich drei zentralen Themenfeldern, die für die Transformation der Batteriewirtschaft entscheidend sind: Zirkuläre Ansätze im Bereich Batterien, Innovative Recyclingtechnologien mit Schwerpunkt auf automatisierter Demontage und Infrastrukturen und Rückgewinnung kritischer Rohstoffe in Europa.

Die Teilnehmenden aus Forschung und Industrie kamen aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette, von der Batteriezellproduktion über den Einsatz in mobilen Anwendungen und Energiespeichern bis hin zu Rückbau, Recycling und Rohstoffrückgewinnung. Ziel war es, Wissen zu teilen, neue Impulse zu setzen und Kooperationen anzustoßen, die den Weg zu einer ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft ebnen.

Programm und Inhalte

Nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren Techscout Dr. José Diez-Rodríguez erhielten die Gäste einen Einblick in die Ziele und Schwerpunkte des Projekts TraWeBa. Er verdeutlichte die Rolle von Circular Valley innerhalb des TraWeBa-Hubs und schlug die Brücke zu den Re-X-Strategien der Zirkularität.

Im Anschluss gab Maximilian Stephan vom Fraunhofer ISI in seinem Vortrag „Benötigte und angekündigte LIB-Recyclingkapazitäten in Europa – Status 2025“ einen fundierten Überblick über den aktuellen Stand sowie die geplanten Entwicklungen der Lithium-Ionen-Batterie-Recyclingkapazitäten in Europa. Darauf folgte Sebastian Henschel vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit einer Präsentation zum „Modular Plant Construction Kit for the Automated Manufacturing and Disassembly of EV-Batteries“. Er stellte ein innovatives Anlagenbaukonzept vor, das sich flexibel an verschiedene Batterieformate anpassen lässt und so neue Möglichkeiten für automatisierte Prozesse eröffnet.
Einen praxisnahen Blick in die Welt der vollautomatisierten Batteriedemontage und -diagnose bot Jan Molz vom Start-up Circu Li-ion mit seinem Vortrag „Automated Battery Disassembly and Diagnostics“. Seine Ausführungen zeigten, wie technologische Innovationen den Recyclingprozess effizienter und sicherer gestalten können.

Abgerundet wurde das Programm durch eine lebhafte Diskussions- und Q&A-Runde, in der sich alle Teilnehmenden des Vernetzungstreffens zu Fachfragen, Erfahrungen und Perspektiven austauschten.

Highlights & Takeaways

Unsere Referenten diskutierten zu aktuellen Erkenntnissen für die heimische Batterierecycling Landschaft:

  • Die deutsche und europäische Industrie ist sowohl technologisch als auch in der Marktpositionierung absolut wettbewerbsfähig für das Batterierecycling in Europa, in Europa entwickelt sich aktuell ein sehr vielfältiges Bild an Akteuren, Kapazitäten und Technologie-Skalierung.
  • Automatisierung trifft Vielfalt: Heterogene Inputströme stellen große Herausforderungen für automatisierte Recyclingprozesse dar, können aber beherrscht werden.
  • Wertschöpfung denkt vernetzt: Erfolgreiches Batterie-Recycling erfordert das Zusammenspiel von Produktion, Nutzung und End-of-Life-Prozessen

Ausblick

Das Vernetzungsevent hat gezeigt, wie viel Innovationskraft und Umsetzungswille in der Branche vorhanden sind. Als TraWeBa sehen wir unsere Aufgabe darin, diese Akteure weiterhin zu verbinden, Technologien sichtbar zu machen und gemeinsam marktfähige Lösungen für eine zirkuläre Batteriewirtschaft zu entwickeln.

Mit dem TraWeBa-Hub werden wir auch in Zukunft Plattformen schaffen, auf denen Forschung, Industrie und Start-ups ihre Expertise bündeln, für eine nachhaltige, resiliente und rohstoffeffiziente Zukunft.

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