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Auf der Hannover Messe 2026 wurden neben den großen Themen, wie Künstliche Intelligenz und industrielle Robotik, auch zahlreiche innovative Energiespeicherlösungen und technologische Entwicklungen vorgestellt, die für den Katastrophenschutz, die Sicherung kritischer Infrastrukturen (KRITIS) und die Gestaltung unabhängiger Energienetze genutzt werden können. Im Fokus standen insbesondere Lösungen, die eine höhere Resilienz und Zuverlässigkeit der Energieversorgung sowohl stationär als auch mobil ermöglichen sollen, die wir bei Niedersachsen.next im Zuge der Messebeteiligung für TraWeBa näher betrachtet haben.
Mobile Speicher und bidirektionales Laden
Kleine mobile Speicherlösungen mit Wechselbatterieeinheiten wurden als flexible Möglichkeit für die Energieversorgung in Krisensituationen, z. B. während Rettungseinsätzen oder zum Aufbau von lokalen Funknetzen, präsentiert. Zudem wurde das bidirektionale Laden als ein weiterer Baustein resilienter Stromnetze vorgestellt, bei dem Fahrzeuge überschüssige Energie ins Netz zurückspeisen und so zur Stabilisierung beitragen.
Ladeinfrastruktur für Sicherheitsbehörden
Die Ladeinfrastruktur für Sicherheitsbehörden, insbesondere im Zuge der kontinuierlich fortschreitenden Elektrifizierung, wurde im Rahmen der Messe diskutiert. Ein Beispiel ist der Ausbau der batterieelektrischen Polizeiflotte in Niedersachsen, für die eine öffentliche Ladeinfrastruktur mit entsprechender Leistung ebenfalls bedarfsgerecht auszubauen ist.
Ergänzend dazu wurden moderne Großspeichertechnologien und leistungsfähige Industriespeicher vorgestellt. Diese Systeme sollen die notwendigen Kapazitäten bereitstellen, um eine verlässliche Energieversorgung auch im industriellen Maßstab sicherzustellen und fehlende Netzanschlüsse mit hoher Spitzenleistung temporär auszugleichen.
Neue Geschäftsmodelle und Second Life für EV-Batterien
Darüber hinaus wurde berichtet, dass durch den Einsatz von intelligentem Stromhandel und der Integration erneuerbarer Energien neue Geschäftsmodelle entstehen. Zudem war die Umrüstung ausgedienter EV-Batterien zu stationären Batteriespeichersystemen und weiteren geeigneten Batterieanwendungen ein Thema, das im Zusammenhang mit speziellen Serviceangeboten für End-of-Life-Batterien aus Transport- und Busflotten beleuchtet wurde.
Fazit und Ausblick auf die Interschutz 2026
Zusammenfassend hat die Dichte der Technologien im Bereich Katastrophenschutz und KRITIS auf der Hannover Messe 2026 gezeigt, dass diese Themen auch auf einer innovativ sowie breit aufgestellten und weniger einschlägigen Messe an Sichtbarkeit gewonnen haben und somit in das Zentrum notwendiger Entwicklungen rücken.
Noch tiefergehende Informationen und praxisbezogene Einblicke zu den vorgestellten Lösungen für den Katastrophenschutz und die zivile Sicherheit sind auf der Interschutz 2026 vom 01.–06. Juni in Hannover zu erwarten, wo diese Konzepte speziell im Kontext von klimabedingten Umweltkatastrophen, dem Bevölkerungsschutz in Krisenfällen und der Entwicklung nachhaltigerer Rettungstechnologien ausführlich behandelt werden.
Ansprechpartner
Bei weiterem Interesse nehmen Sie gerne Kontakt zu unseren Themenmanagern auf:
- Michael Grube — m.grube@nds.de
- Luis Peters — l.peters@nds.de



