Mit 90 % weniger CO2 revolutioniert Vianode Anodengraphit-Produktion
Bild © Simon Voss
Vianode, ein Spin-off der norwegischen Industrie-Giganten Elkem und Hydro, skaliert die Produktion von synthetischem Anodengraphit mit einem revolutionären CO2-Fußabdruck. Das Unternehmen meldet einen verifizierten Wert von nur 1,9 kg CO2e pro Kilogramm Anodenmaterial – über 90 Prozent niedriger als herkömmliche Verfahren. Dieser Erfolg basiert auf dem Einsatz geschlossener Induktionsöfen und der Nutzung von 100 % erneuerbarer Energie am Produktionsstandort Norwegen.
Im Oktober 2024 nahm Vianode das Werk Via ONE in Herøya mit einer anfänglichen Kapazität von 2.000 tpa in Betrieb. Das Ziel ist eine schnelle Skalierung: Geplant ist eine Erweiterung in Herøya auf 60.000 tpa sowie der Bau einer Anlage in Nordamerika (Via TWO) mit 70.000 tpa. Damit etabliert sich Vianode als bedeutende nicht-asiatische Quelle für nachhaltiges Batteriematerial, was durch einen langfristigen Liefervertrag mit General Motors unterstrichen wird. Die Strategie vereinfacht die Einhaltung der EU- und US-Vorschriften und treibt die Dekarbonisierung der EV-Batteriekette massiv voran.

Europa kann es. Ich war beim Vor-Ort Besuch im Gespräch und Führung mit CEO Burkhard Straube erstaunt und besorgt zugleich. Erstaunt, weil Vianode mit ihrem geschlossenen Prozess und Material-Know How eine wirkliche Alternative natürlichem Graphit aus Asien geschaffen hat. Besorgt, weil auch Vianode sieht, dass Innovationen in Europa schwieriger zu ‚pushen‘ sind als in Nordamerka. Dennoch halten Sie am Aufbau und Ausbau hiesiger Kapazitäten fest, was als starkes Signal und Vertrauensbeweis für europäische Investoren sein sollte.
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