EIC Accelerator 2026: So bewerben sich Start-ups und KMU in vier Schritten

Bild: © EIC

Förderrahmen 2026

Für Projekte, die einem der vordefinierten Themenbereiche der EIC Accelerator Challenges entsprechen, beträgt das Gesamtbudget für 2026 220 Mio. €.

Antragsberechtigt sind:

  • Start-ups oder kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus EU-Mitgliedstaaten oder mit Horizon Europe assoziierten Ländern (einschließlich Ausgründungen/Spin-offs)
  • Kleine Mid-Caps (bis zu 499 Beschäftigte) mit Bedarf an schneller Skalierung auf TRL-9-Niveau (für Mid-Caps ist ausschließlich eine Investitionsförderung möglich)
  • Natürliche oder juristische Personen, die beabsichtigen, ein KMU oder ein Mid-Cap zu gründen

Der Bewerbungsprozess besteht aus vier Schritten.

Schritt 1 — Einreichung eines Kurzantrags

Kurzanträge können jederzeit eingereicht werden. Die Bewertung erfolgt gebündelt jeweils am ersten Dienstag des Monats um 17:00 Uhr (Brüsseler Zeit). Der Antrag wird von vier EIC-Experten aus der Ferne bewertet.

Der Kurzantrag umfasst:

  • ein kurzes Formular (max. 12 Seiten), in dem Sie Ihr Projekt zusammenfassen und Fragen zu Innovation, Marktpotenzial und Team beantworten
  • ein Pitch-Deck mit bis zu zehn Folien (PDF)
  • einen Video-Pitch von maximal drei Minuten, in dem die Kernmitglieder des Teams (bis zu drei Personen) die Motivation des Projekts darstellen

In der Regel erhalten Sie innerhalb von 4–6 Wochen eine Rückmeldung. Wenn Ihr Antrag die grundlegenden Kriterien erfüllt, werden Sie eingeladen, einen Vollantrag für einen der festgelegten Stichtage einzureichen (Accelerator Open oder Challenges).

Schritt 2 — Ausarbeitung des Vollantrags

Wenn Ihr Kurzantrag positiv bewertet wird („GO“), können Sie Ihren Vollantrag zu einem der Stichtage im Jahr 2026 einreichen. Der Vollantrag wird über das „Funding and Tenders Portal“ erstellt und umfasst:

  • ein Formular (ca. 20 Seiten) als Erweiterung des Kurzantrags
  • ein Pitch-Deck (PDF)
  • einen Umsetzungsplan
  • Finanzinformationen
  • Absichtserklärungen (Letters of Intent)
  • eine FTO-Analyse (Freedom to Operate)
  • einen Video-Pitch (max. 3 Minuten)

Die Bewertung erfolgt parallel durch einen Technologieexperten und ein Gremium aus mindestens drei Gutachtern. Etwa 3–4 Wochen nach dem Stichtag findet ein Online-Interview mit dem Technologieexperten statt. Nach dem Interview erstellt dieser einen Bericht für das Bewertungsgremium, das eine finale Punktzahl vergibt.

Die bestplatzierten Anträge (bis zum 2,5-Fachen des verfügbaren Förderbudgets) werden zu einem Interview mit einer EIC-Jury eingeladen. Die Ergebnisse dieser Phase erhalten Sie nach etwa 8–9 Wochen.

Einreichungsfristen 2026 (jeweils 17:00 Uhr, Brüsseler Zeit):

  • 08.07.2026
  • 02.09.2026
  • 04.11.2026

Schritt 3 — Pitch vor der EIC-Jury

Nach jedem zweiten Stichtag werden Interviewrunden organisiert. Wenn Sie eingeladen werden, erhalten Sie detaillierte Informationen zum Ablauf. Die Ergebnisse des Jury-Interviews erhalten Sie innerhalb von 2–3 Wochen nach Abschluss der Interviewphase.

Schritt 4 — Vertragsabschluss und Investitionsprüfung

  • Nur Zuschuss (Grant): Unterzeichnung des Fördervertrags und Auszahlung der ersten Vorfinanzierung.
  • Mischfinanzierung (Blended Finance): Möglichkeit, zusätzlich bis zu 2 Mio. € an Investitionsmitteln einzuwerben.

Relevante Projektinformationen werden an den EIC-Fonds übermittelt und der Investitionsbedarf geprüft. Der Business Acceleration Service unterstützt bei der Suche nach weiteren Investoren. Die Entscheidung über die Investitionskomponente erfolgt innerhalb von 2–6 Monaten.

Falls das Unternehmen noch nicht investitionsreif ist, startet zunächst die Förderung über den Zuschuss. Eine erneute Prüfung erfolgt anhand definierter Meilensteine.

Seal of Excellence

Anträge, die die Mindestpunktzahl (13 von 15 Punkten) erreichen, aber nicht zur Jury eingeladen werden oder keine Förderung erhalten, bekommen ein „Seal of Excellence“ (bei Challenges zusätzlich ein STEP-Siegel). Dieses dient dazu, die Chancen auf alternative Finanzierungsquellen zu erhöhen.

Das könnte Sie auch interessieren

Solid-state test cell developed by HPB – High Performance Battery

HPBs Feststoffzelle brennt nicht, kommt ohne Kobalt aus und hat 12.500 Vollzyklen hinter sich — die Testzellen laufen weiter. CEO Dr. Sebastian Heinz erklärt, warum das Unternehmen seine Technologie lizenziert, statt Gigafactories zu bauen, und warum die verbleibende Hürde die Finanzierung ist und nicht die Physik. Ein Interview in Kooperation mit Battery-Tech.Net.

Beitrag lesen
Solid-state test cell developed by HPB – High Performance Battery

HPB's solid-state cell does not burn, contains no cobalt and has passed 12,500 full cycles — on test cells that are still running. CEO Dr. Sebastian Heinz explains why the company licenses its technology instead of building gigafactories, and why the remaining hurdle is financing rather than physics. An interview in cooperation with Battery-Tech.Net.

Beitrag lesen
Eine Hochvoltbatterei weißt auf die Transformation der Wertschöpfungskette der Batterie hin. Das ist der Beginn vom TraWeBa Newsletter

Der TraWeBa-Newsletter: Wir transformieren die Wertschöpfungskette der Batterie. Seien Sie dabei!

Beitrag lesen

Schreibe einen Kommentar

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.