TraWeBa auf der Circular Valley Convention 2026

Von strategischer Vision zur praktischen Umsetzung

Die Circular Valley Convention hat in diesem Jahr sehr deutlich gezeigt, wie sich die Circular Economy weiterentwickelt: Weg von einer primär ökologischen Fragestellung und hin zu einem zentralen strategischen Thema für Industrie, Wettbewerbsfähigkeit und Standortentwicklung.

Zwei Tage lang diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Industrie, Wissenschaft und Start-ups über konkrete Lösungsansätze. Dabei wurde in vielen Beiträgen betont, dass Circular Economy längst eine neue Dimension erreicht hat. So formulierte es auch Bundesumweltminister Carsten Schneider:

„Kreislaufwirtschaft wird zurecht zunehmend als strategisches Wirtschaftsthema gesehen. Rohstoffe sind zu Machtfaktoren geworden.“

Weiter führt er aus: „Im Leitmarkt Circular Economy sind heute bereits über eine Million Menschen beschäftigt. Diesem wichtigen Markt wollen wir mit dem Aktionsprogramm zur Umsetzung der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie eine starke Unterstützung geben, damit er sich weiter positiv entwickelt und auf lange Sicht etabliert.“

Diese Perspektive, in der geschlossene Stoffkreisläufe, der Einsatz von Sekundärrohstoffen und eine effizientere Nutzung von Ressourcen zunehmend als entscheidend für wirtschaftliche Resilienz und langfristige Wettbewerbsfähigkeit verstanden werden, zog sich durch die gesamte Convention. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die entscheidenden Hebel früh im Produktlebenszyklus liegen. Ansätze wie zirkuläres Design oder „Design for Disassembly“ verdeutlichen, dass Circular Economy bereits in der Entwicklung von Produkten angelegt werden muss. Auch hier wurde die Verbindung von ökologischer und ökonomischer Perspektive klar hervorgehoben, etwa durch Stephan Kothrade, Vorstandsmitglied und CTO von BASF:

„Wir brauchen Lösungen, die sowohl ökologisch sinnvoll als auch wirtschaftlich tragfähig sind. Kreislauffähigkeit ist der Schlüssel, um die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern – und damit ein zentraler Hebel für die grüne Transformation von uns und unseren Kunden.“

Neben Design und Materialflüssen wurde die Rolle der Digitalisierung als zentraler Enabler herausgestellt. Digitale Produktpässe, Datenräume und transparente Lieferketten sind entscheidend, um zirkuläre Wertschöpfung überhaupt skalierbar zu machen. Ebenso deutlich wurde, dass diese Transformation nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Forschung gelingen kann, auch über Ländergrenzen hinweg. Vor diesem Hintergrund wurde auf der Circular Valley Convention vor allem eines klar: Die strategischen Leitlinien sind formuliert, doch viele Unternehmen stehen vor der Herausforderung, diese in konkrete Maßnahmen zu übersetzen.

Genau hier setzt TraWeBa an. Gemeinsam mit automotiveland.nrw war TraWeBa mit einem Stand vertreten und hat eben diese Umsetzungsperspektive in den Mittelpunkt gestellt. Während auf der Bühne die großen Transformationslinien diskutiert wurden, ging es am Stand um die zentrale Frage: Wie gelingt die praktische Umsetzung im Unternehmensalltag?

TraWeBa unterstützt Unternehmen dabei, die auf der Convention formulierten Anforderungen systematisch zu erschließen, etwa durch die Strukturierung von R-Strategien, die Identifikation zirkulärer Potenziale entlang der Wertschöpfungskette und durch Formate, die Orientierung und Austausch ermöglichen. Die in Düsseldorf diskutierten Themen spiegeln sich dabei direkt in der Projektarbeit wider. Resiliente Lieferketten, der steigende Stellenwert von Sekundärrohstoffen, die Bedeutung von Designentscheidungen sowie die Rolle datenbasierter Lösungen rücken klar in den Fokus. TraWeBa greift diese Entwicklungen gezielt auf und übersetzt sie innerhalb des Netzwerks in praxisnahe Ansätze, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen.Auf der Circular Valley Convention wurde deutlich: Zwischen strategischer Zielsetzung und operativer Umsetzung besteht weiterhin eine Lücke. TraWeBa versteht sich genau als Brücke, um diese Lücke zu schließen und die Circular Economy von der Vision in die Praxis zu überführen.

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