Trendsetter Batterie: Rückblick auf das TraWeBa-Event im Saarland

Bild: © saaris

Kürzlich brachte das TraWeBa-Event „Trendsetter Batterie“ in Spiesen-Elversberg / Saarland Industrie, Forschung und Netzwerke zusammen, um die Zukunft der Batteriewertschöpfung zu gestalten. Organisiert von Daniela Neisius, die beim Konsortialpartner saaris — saarland innovation und standort GmbH das Thema TraWeBa verantwortet, bot die Veranstaltung im CFK/vevio — Centrum für Freizeit und Kommunikation einen umfassenden Einblick in aktuelle Entwicklungen entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette.

saaris als Bindeglied zwischen Forschung und Praxis

Die Veranstaltung fördert den Austausch zwischen Wissenschaft und Industrie und schafft eine Plattform für den Dialog sowie das Matchen praxisrelevanter Innovationen. In ihrer Begrüßung betonte Daniela Neisius die strategische Bedeutung vernetzter, dezentraler Automatisierungslösungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Batteriewirtschaft zu stärken.

Auftakt durch das Ministerium

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Staatssekretärin Elena Yorgova-Ramanauskas vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie Saarland, die — nach einem Ausstellerrundgang — in ihrem Grußwort die zentrale Bedeutung innovativer Batterielösungen für eine nachhaltige Industrie und die Energiewende hervorhob:

„Das Saarland vereint eine starke industrielle Basis mit international renommierter Forschung und schafft damit ideale Voraussetzungen, um Zukunftstechnologien gezielt voranzutreiben. Mit klaren Investitionen in Forschung und Entwicklung, insbesondere in der Elektromobilität und Batterietechnologie, positioniert sich das Land als aktiver Gestalter der Branche. So kann das Saarland nicht nur Innovationen beschleunigen, sondern auch als zentraler Treiber für eine nachhaltige und zirkuläre Batterieindustrie wirken.“

Impulse aus Industrie und Forschung

Das Programm bot einen spannenden Mix aus Fachvorträgen, Unternehmenspräsentationen und Networking.

R3 Robotics / Circuli-ion zeigte eindrucksvoll, wie das Batterierecycling und auch das Unternehmen sich mit vermehrter Robotik und gesamtheitlicherer Denkweise (keine reine Konzentration nur auf Batterie) weiterentwickeln kann. Der Umweltcampus Birkenfeld zeigte den Weg von der anwenderorientierten Forschung zur Umsetzung und der Industrie und wie der Umweltcampus diesen mit Tools unterstützen kann. Das INM — Leibniz-Institut für Neue Materialien stellte seine Forschung mit neuen, spezifisch hergestellten Energiematerien vor — sogenannte Spherogele (Kohlenstoffhohlkugeln), die künftig effizientere Batterien ermöglichen.

LION Smart ergänzte den ganzheitlichen Ansatz der Impulsredner um das Thema immersionsgekühlte Batterien und die Standardisierung von Batterien.

Qualitätsabsicherung, Automation und Fertigung

ZEISS und APL zeigten aus verschiedenen Blickwinkeln Lösungen zur Qualitätsabsicherung auf.

KRUPS Automation GmbH präsentierte skalierbare Lösungen für die Prozessautomation mittels angepasster Conveyorsysteme in der Batterieproduktion.

Murr Elektronik zeigte eine Möglichkeit auf, wie die nahtlose Integration der Automation in die Batterieproduktion gelingt; Pressta-Eisele eine industrielle Fertigung von Aluminiumgehäusen mit Hilfe von Hochleistungssägen in hohen Stückzahlen für Batteriezellgehäuse. saaris präsentierte sein neues Projekt „House of Transfer“, das zukünftig alle Dienstleistungen des Bereichs Technologietransfer bündeln wird.

Des Weiteren stellten noch Schunk SonosystemsMeta-Level und Hydac (mit einem Laborwagen zur Überprüfung der technischen Sauberkeit) aus.

Mehrwert für KMU und Forschung

Die Kombination aus Impulsvorträgen und Ausstellerpräsentationen machte die Veranstaltung zu einer lebendigen Plattform für den Wissens- und Technologietransfer. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten praxisnahe Einblicke, konnten Fragen direkt mit den Expertinnen und Experten diskutieren und neue Kontakte für Kooperationen knüpfen. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen bot das Event Orientierung im dynamischen Batteriemarkt. Durch die direkte Vernetzung mit Forschungseinrichtungen und Technologielieferanten konnten neue Ideen für Geschäftsmodelle und Innovationsprojekte entstehen.

Fazit

TraWeBa 2026 hat erneut gezeigt, dass der Technologietransfer zwischen Forschung und Industrie entscheidend ist, um die deutsche Batteriewirtschaft zukunftsfähig zu gestalten. Dank der Rolle von TraWeBa als Schnittstelle, der praxisnahen Unternehmensbeiträge und des breit gefächerten Programms konnten die Teilnehmer wertvolle Impulse mitnehmen — von innovativen Automatisierungslösungen über neue Materialkonzepte bis hin zu nachhaltigen Anwendungen in Energie, Mobilität und Industrie.

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